11. Gesundheitsbrief
- Manuela von Zweydorff
- 15. Juni
- 11 Min. Lesezeit
Silizium - Ursubstanz des Lebens
Herzlich Willkommen zu Brief 11.
Silizium. Auch wenn wohl fast jeder Gesundheitsinteressierte bereits hier oder dort von diesem Mineral gehört oder gelesen hat, so wird mit Sicherheit nur einem Bruchteil der Menschheit die weitreichende Bedeutung dieses Elements vollumfänglich bewusst sein. Wie auch? Massenmedien und Schulmedizin schweigen hierzu – analog zu jedem wirklich relevanten Gesundheitsthema. Doch selbst die „alternative“ Gesundheitsszene und Naturheilkunde ordnet Silizium meist nur in den Bereich Anti-Aging ein. In Wahrheit kann Silizium für unsere Gesundheit jedoch bedeutend mehr leisten als Faltenglättung.
Wo können wir Silizium nun vorfinden? Die Antwort ist simpel: nahezu überall. Denn Silizium ist – nach Sauerstoff – das zweithäufigste Element unseres Planenten und v.a. in der Erdkruste reichlich vorhanden. Egal ob Stein, Pflanze oder Tier: Silizium ist in allen Bereichen der Natur anzutreffen und formt dort in Verbindung mit Sauerstoff (als sogenanntes Siliziumdioxid) die Strukturen des Lebens, wie wir sie kennen. Die wahre Schönheit dieses Elements spiegelt sich insbesondere in diversen Heilsteinen wieder, welche mengenmäßig überwiegend auf Siliziumbasis basieren. Zu nennen wären hier z.B. der Bergkristall oder der Amethyst. Ist es denkbar, dass Siliziumdioxid hier nicht nur das optische Erscheinungsbild beeinflusst, sondern auch für die energetisierenden Heilungseffekte verantwortlich ist, mit denen Heilsteine in der Naturheilkunde stets in Verbindung gebracht werden?

Was haben Handys, Computer, Laptops und Solarzellen miteinander gemeinsam? All diese, sowie dutzende weitere, elektronische Geräte wären ohne den Einsatz von Silizium als Schlüsselkomponente nicht denkbar. Würde Silizium von jetzt auf gleich aller Technik entzogen werden, so stünde unsere Welt erst einmal eine ganze Weile still und gesamte Wirtschaftsbranchen würden kollabieren. Laut Wikipedia wurden bereits im Jahr 2009 circa 95 Prozent aller mikroelektronischen Schaltungen auf Basis von Silizium produziert.
Ohne den technischen Einsatz von Silizium würde sich unser gewohntes Leben also drastisch ändern. Dennoch wären wir natürlich auch ohne moderne Technik weiterhin fähig, zu überleben (naja, die meisten zumindest). Ganz anders sähe die Situation jedoch aus, entzöge man unserer Nahrung mit einem Fingerschnippen sämtliche Mengen an Silizium. Denn das Strukturelement verrichtet im Organismus aller Pflanzen, Tiere und Menschen überlebenswichtige Funktionen. Bindegewebe, Knochen, Herz, Blut oder Gehirn – all diese (sowie weitere) Organe sind vom Vorhandensein adäquater Siliziummengen abhängig. Wie viele Erkrankungen verschiedenster Art sowie Operationen am Herzen oder Bewegungsapparat durch den Einsatz sinnvoll dosierter Siliziumextrakte vermeidbar wären? Hierüber lässt sich nur spekulieren. Die im nachfolgenden Hauptkapitel thematisierten Studien sowie meine Praxiserfahrung verleihen mir jedoch große Hoffnung. Mein Ziel ist es daher, dir mit diesem Mini-Ratgeber einen Einblick in das gesundheitliche Potenzial dieses wunderschönen Elementes zu gewähren sowie nützliche Hinweise für die Anwendung in der Praxis.
Gesundheit durch Silizium - das sagt die Wissenschaft
Im Nachfolgenden möchte ich einige wissenschaftliche Publikationen, die bisher über Silizium veröffentlicht wurden, prägnant zusammengefasst wiedergeben. Hierbei wurden die verfügbaren Studien bereits hinsichtlich ihrer Qualität und Aussagekraft gefiltert. Es geht in diesem Kapitel also keineswegs darum, jede einzelne bisher durchgeführte Studie zu analysieren und bis auf ihre letzte Zahl auszuschlachten, sondern lediglich eine beispielhafte Auswahl zu präsentieren, um das gesundheitliche Potenzial von Silizium darzulegen. Wenngleich man natürlich sagen muss: es gibt keine „perfekte Studie“. Häufig analysieren Studien nur einen einzigen Gesundheitsmarker, statt die Sache aus einer ganzheitlichen Sicht zu betrachten. Sehr häufig werden die Dosierungen viel zu niedrig angesetzt, lediglich Tierstudien durchgeführt oder Ähnliches.
Vorsicht Verschwörungstheorie: Wären Pharmaindustrie, Politik und Medizin nicht so intensiv miteinander verstrickt, würde das Forschungsfeld der Mineralien natürlich den größten Stellenwert der Wissenschaft einnehmen. Da jedoch nur Substanzen, die naturfremd sind, patentiert werden dürfen, wird in den letzten Jahren kaum noch Geld und Energie in die Erforschung unserer Grundsubstanzen gesteckt. Zu vielen Mineralien finden sich erstklassische Pilotstudien, die trotz (oder vielleicht aufgrund…) des positiven Ergebnisses nicht weiter untersucht wurden. Bedient man sich jedoch auch älterer Literatur und Forschungen, so zeigt die Gesamtheit der Untersuchungen aus der Meta-Perspektive eine eindeutige Tendenz: Siliziumdioxid ist für unsere Gesundheit absolut lebensnotwendig und eine Mehrversorgung könnte dutzende Krankheiten verhindern oder therapeutisch unterstützen!
2.1 - Herz-Kreislauf-Gesundheit
Wichtiger als das äußere Erscheinungsbild ist zunächst das Erscheinungsbild deiner inneren Organe. Kräftige Haare sehen schön aus, nutzen dir jedoch wenig während einem Herzinfarkt. Aus diesem Grund werfen wir zunächst einen Blick auf einen unserer zentralsten Gesundheitsparameter: Der Zustand des Herzens und der Autobahnen unseres Körpers – auch Blutgefäße genannt.

In dieser placebokontrollierten Tierstudie aus dem Jahr 1979 wurde bei Hasen der Effekt von Silizium auf deren Blutgefäße untersucht. Die Forscher fütterten alle Tiere mit einer Diät, von der bereits bekannt war, dass sie bei Hasen die Bildung atherosklerotischer Plaque in den Blutgefäßen induzieren wird. Diese (für Hasen völlig artfremde) Diät wurde für einen Teil der Tiere nun zusätzlich über einen Zeitraum von zwei Monaten mit unterschiedlichen Siliziumverbindungen angereichert. Unter Siliziumsupplementation wurden signifikant weniger Schäden der Aorta (Hauptschlagader) sowie niedrigere Cholesterinwerte im Serum beobachtet – die orale Gabe schien hierbei noch effektiver als die intravenöse.

Analog zum Menschen reichert sich Silizium in den Organen eines Hasen am stärksten in der Aorta an, was ein eindeutiges Indiz für die Wichtigkeit auf die Gesundheit der Blutgefäße von Säugetieren vermuten lässt.
Das Gesamtergebnis in einer Tabelle: Von den 31 Kaninchen ohne Supplementierung entwickelten ganze 24 im gemessenen Zeitraum Schäden der Aorta (74 Prozent). Von den 38 übrigen „Silizium-Hasen“ wiesen lediglich neun Stück eine negative Veränderung auf (24 Prozent). Silizium allein war also bereits imstande, die negativen Auswirkungen einer äußerst suboptimalen Diät abzuschwächen. Dies offenbart ein großes Potenzial für die Einnahme siliziumhaltiger Substanzen, die als Kombination mit einer vitalstoffreichen Ernährung verabreicht werden.

Bei dieser placebokontrollierten Untersuchung mit 100 Ratten wurde über eine Zeitspanne von 18 Wochen der Effekt von Silizium auf die Lipidparameter im Blut untersucht, welche als Indiz zur Vorhersage des kardiovaskulären Risikos dienen. Dazu zählt z.B. das Verhältnis des HDL- und LDL-Cholesterins (und eben nicht der Gesamtwert!) sowie die Triglyceridwerte. Die Forscher reicherten hierbei das Trinkwasser der Ratten mit Silizium an und verdoppelten die vorherige Dosis über den Versuchszeitraum hinweg:
in den ersten sechs Wochen 0,1 mg Si/g Körpergewicht,
die nächsten sechs Wochen 0,2 mg Si/g Körpergewicht
und schließlich im letzten Drittel 0,4 mg Si/g Körpergewicht.


Auch eine relative frische Untersuchung aus dem Jahr 2015 zeigte ähnliche Effekte. Hier wurde das Futter von Hamstern zusätzlich zu ihrer Versuchsdiät entweder mit reinen Spirulinaalgen oder mit siliziumangereicherten Spirulinaalgen angereichert. Die Gruppe der Silizium-Hamster zeigte verringerte Entzündungsmarker, geringere Insulinresistenz sowie eine bessere Gesundheit der Blutgefäße (Verringerung von Atherosklerose). Interessant ist bei dieser Studie auch die verordnete Siliziummenge von 0,57 mg Si/kg Körpergewicht täglich. Auf einen durchschnittlichen Menschen übertragen entspricht dies eine Siliziummenge von lediglich 30-40 mg. Dies ist insofern erstaunlich, weil diese Menge meiner Ansicht nach noch eher im Bereich „Microdosing“ anzusiedeln ist. Durch geeignete Lebensmittel (siehe Kapitel 3) können wir problemlos mehrere 100 mg Silizium täglich konsumieren, wodurch sich der positive Effekt auf unsere Blutparameter und Gefäßwände womöglich vervielfältigen ließe.
2.2 Haut und Bindegewebe
Da Silizium für die Synthese der Bindegewebsfasern Elastin und Kollagen von entscheidender Bedeutung ist, wird Silizium schon lange in zahlreichen Kosmetikprodukte als „Anti-Aging-Mineral“ integriert. Aus meiner Sicht erscheint es jedoch sinnvoller, dem Körper innerlich die entsprechenden Baumaterialien zur Verfügung zu stellen, anstatt im Nachhinein Unsummen an Geld für die äußere Renovierung zu investieren. Werfen wir einen Blick auf ausgewählte Studien.

Während viele Studien bezüglich unserer Haut sich leider oft nur auf die äußere Anwendung beschränken, wurde hier der Effekt einer oralen Aufnahme untersucht. Zu diesem Zweck erhielten 50 Frauen mit „sonnenlichtgeschädigter“ Haut cholin-stabilisierte Kieselsäure. Hierbei handelt es sich um eine Siliziumform, die eine äußerst gute orale Aufnahmerate besitzen soll. Bei 25 mg Si/Tag über 20 Wochen wurde schließlich ein signifikant positiver Effekt auf die Hautoberfläche und mechanischen Eigenschaften und Hydration der Haut festgestellt. Haare und Nägel entwickelten zudem eine geringere Sprödigkeit.

50 Frauen mit gealterter Haut und dünnem Haar oder brüchigen Nägeln wurden 90 Tage lang mit 10 ml kolloidaler Kieselsäure oral behandelt. Zusätzlich wurde die orale Einnahme mit einer äußerlichen Auftragung ergänzt. Das Ergebnis: Die Haut gewann an Dicke und Spannkraft, Falten verringerten sich bereits innerhalb dieses Zeitraums und der Zustand von dünnem Haar und brüchigen Nägeln verbesserte sich.

In einer placebokontrollierten Untersuchung mit 60 Kälbern wurde der Effekt von stabilisierter Kieselsäure auf die Kollagenkonzentration in Haut und Knorpel untersucht. Über 23 Wochen lang wurde hierzu der Siliziumgehalt der Nahrung um 4,9 Prozent erhöht. Blutmessungen zeigten am Ende bereits bei dieser geringen Dosis eine um 70 Prozent erhöhte Siliziumkonzentration in der Versuchsgruppe, was wieder einmal für die enorme Wichtigkeit dieses Nährstoffes spricht. Interessanterweise wiesen die Versuchstiere aus der Siliziumgruppe gleichzeitig einen optimierten Calciumspiegel auf - dies verdeutlicht die Notwendigkeit von Silizium bei der Aufnahme und Verstoffwechselung von Calcium und unserer Knochengesundheit (siehe Kapitel 2.3.). Die Siliziumaufnahme führte außerdem zu einem Anstieg des Kollagengehaltes in der Dermis (Lederhaut) und im Knorpelgewebe.
2.3 Knochen, Knorpel und Gelenke
Im allerersten Brief über Milchprodukte wurde bereits deutlich, wieso der alleinige Fokus auf den Mineralstoff Calcium nicht ausreichend ist, um seine Knochen- und Zahngesundheit auf Vordermann zu bringen. Denn der Prozess der Remineralisierung unserer Knochensubstanz benötigt zahlreiche Co-Faktoren - ein entscheidender ist hierbei Silizium!

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2004 untersuchte z.B. den Zusammenhang zwischen der Siliziumaufnahme aus der Nahrung und der Knochendichte der insgesamt knapp 3000 Probanden. Das meiner Ansicht nach wenig verwunderliche Ergebnis: Je höher die Siliziumaufnahme, desto höher die Knochendichte. Der Effekt zeigte sich besonders signifikant bei Männern sowie bei prämenopausalen Frauen (also Frauen, die noch nicht in den Wechseljahren stecken).

Bei postmenopausalen Frauen konnte jedoch kein eindeutiger Effekt beobachtet werden. Dies verwundert jedoch wenig, weiß man über neuere Studien, welche die Interaktion zwischen Silizium und dem weiblichen Sexualhormon Östrogen aufzeigen. Anders formuliert: Ohne genügend Östrogen ist Silizium wirkungslos(er). Diese Beobachtung würde auch erklären, wieso zahllose positive Erfahrungsberichte von älteren Frauen bezüglich der Einnahme von Borax existieren – ist doch schon lange bekannt, dass das vergessene Spurenelement Bor ein grundlegender Faktor für die Bildung ausreichender Mengen an Sexualhormonen darstellt. Bor- und Siliziummangel zusammen bilden daher den sicheren Tod für unsere Knochen! Umgekehrt sollte eine „Knochenkur“ sinnvollerweise beide Substanzen sowie Vitamin K2 (siehe unten) in ausreichendem Maße beinhalten.


Auch Untersuchungen mit Zellkulturen zeigten ähnliche Effekte. So wurden Osteoblasten – das sind jene Zellen, deren Hauptaufgabe der Aufbau der kollagen Knochenmatrix darstellt – unterschiedlichen Konzentrationen von Silizium (als Kieselsäure) ausgesetzt. Sowohl die Kollagen- als auch die Osteocalcinproduktion konnte durch diese Maßnahme angeregt werden. Osteocalcin ist ein Protein, welches von unseren Knochenzellen gebildet wird und dabei hilft, Calcium in die Knochen einzulagern. Es ist daher auch in der Schulmedizin ein Marker für die Knochenbildung und lässt sich z.B. auch beim Wachstum der Zähne in verstärkter Konzentration nachweisen.
Wichtige Ergänzung: Dieser Mechanismus funktioniert nur bei ausreichender Vitamin-K2-Versorgung.

Rattenstudien, bei denen die Nahrung der Versuchstiere mit zehn μg Si/g ergänzt wurde, brachten ein ähnliches Ergebnis hervor und zeigten einen erhöhten Kollagengehalt im Knochengewebe. Siliziummangel verringerte zudem die Bildung von Hydroxyprolin – eine Aminosäure, die chemisch gebunden im Kollagen enthalten ist.
Bereits 1976 gab es ähnliche Untersuchungen mit Küken, deren Nahrung über vier Wochen mit Silizium angereichert wurde. Die Diät und die experimentellen Bedingungen waren hierbei die gleichen wie in den zuvor durchgeführten Studien, um den isolierten Einfluss von Silizium für Wachstum und Entwicklung möglichst genau analysieren zu können. Auch hier zeigte sich ein verbesserter Aufbau von Knorpel und Bindegewebe durch die zusätzliche Gabe von Silizium.

Meta-Analysen, die Studien bezüglich Silizium im Zeitraum der letzten Jahrzehnte analysierten, legen nahe: Silizium bildet eine der wichtigsten Substanzen zum Aufbau gesunder Knochen und Verminderung des Osteoporose-Risikos. Wenngleich Meta-Analysen allein betrachtet häufig mit Vorsicht zu genießen sind, fügt sie sich hier wunderbar in das zuvor konstruierte Gesamtbild und die chemische Logik dieses Strukturelements ein.

2.4 Gegenspieler Aluminium
In naturheilkundlichen Kreisen ist schon lange bekannt: Silizium bietet bei Weitem mehr als oberflächliche Schönheitseffekte. Zahlreiche Studien legen das Potenzial von Silizium nahe, das Gehirn vor schädlichen Substanzen zu beschützen oder bereits vorhandene Gifte auszuleiten zu können. Hierzu zählen insbesondere verschiedene Aluminiumverbindungen, die neurotoxische Effekte auf unser zentrales Nervensystem ausüben. Betrachtet man das Periodensystem der Elemente, so findet man die Gegenspieler Aluminium und Silizium direkt nebeneinander. Silizium könnte durch sinnvolle Interaktionen mit Aluminium einen immensen Beitrag zur Gesunderhaltung oder Rückgewinnung unserer geistigen Leistungsfähigkeit beitragen. Nachfolgend einige Beispiele:

Ziel dieser fünfzehnjährigen Untersuchung war es, den Effekt von Silizium und Aluminium im Trinkwasser in Bezug auf den „geistigen Zerfall“ (Demenz) zu untersuchen. Beobachtet wurden hierbei knapp 2000 Patienten mit einem Lebensalter von mindestens 65 Jahren – also die größte Risikogruppe dieser Krankheitssymptome. Wie zu erwarten, korrelierte eine hohe Aluminiumaufnahme positiv mit dem Grad des geistigen Verfalls/Demenzrisikos. Umgekehrt zeigte die Analyse ein niedrigeres Erkrankungsrisiko durch höhere Siliziummengen (besonders für Alzheimer), das bereits durch eine Erhöhung von lediglich 10 mg pro Tag erreicht wurde.
Laut Analyse bremste das Silizium jedoch lediglich den „natürlichen Zerfall“, war aber nicht in der Lage, die kognitiven Fähigkeiten aktiv zu verbessern. Die Anführungszeichen sind hier bewusst gewählt, da der sogenannte natürliche Alterungsprozess natürlich auch eine Folge der Entmineralisierung darstellt. Bedeutet: Um den Prozess nicht nur zu verlangsamen, sondern das Gehirn aktiv zu regenerieren, wäre eine Supplementierung therapeutischer Siliziummengen absolut unumgänglich gewesen.

Schon lange besteht die These, dass eine Überversorgung mit Aluminium eine (Mit-)Ursache von Alzheimer darstellt. In dieser placebokontrollierten Tierstudie bekamen Ratten über einen Zeitraum von fünf Wochen täglich 450 mg/kg Aluminiumnitrat. Gleichzeitig wurde den Tieren der verschiedenen Gruppen entweder normales Wasser angeboten oder aber Wasser, welches entweder mit 59 mg Si/L oder mit 118 mg Si/L angereichert wurde. Anschließend untersuchte man den Aluminiumgehalt in verschiedenen Organen. Dieser war in den Siliziumgruppen in Gehirn, Milz, Knochen, Leber und Niere signifikant reduziert. Ganz besonders ins Auge sprangen mir bei dieser Untersuchung zudem folgende Aspekte:
1.) Die Ratten mit der größten Siliziummenge (118 mg/L) zeigten sogar geringere Aluminiumwerte im Gewebe als die Negativkontrollgruppe, die weder Silizium noch Aluminium enthielt! Dies bedeutet, dass die Anreicherung des Wassers ausgereicht haben muss, um das Aluminiumnitrat vollständig zu neutralisieren und gleichzeitig noch Silizium übrig war, um die Aluminiumausscheidung aus dem Gewebe aktiv zu fördern.
2.) In den Siliziumgruppen war der Anteil des Aluminiums im Gewebe zwar stark reduziert, die Aluminiumausscheidung über den Urin jedoch vermindert. Dies deutet stark auf die Fähigkeit des Siliziums hin, einen großen Teil des Aluminiumnitrats bereits im Magen-Darm-Trakt binden zu können. Hierdurch erfolgte eine Ausscheidung über den Stuhl, noch bevor das Aluminium die Möglichkeit besaß, in den Blutkreislauf zu gelangen und die Organe zu schädigen. Diese These indiziert auch die nachfolgende Untersuchung, bei der man - diesmal an menschlichen Probanden - den Effekt von Silizium auf die Absorption von Aluminium im Magen-Darm-Trakt beobachtete.

Die (leider nur) fünf Probanden erhielten zunächst eine Dosis von 70 ng Aluminium, ehe ihnen mit einem Sicherheitsabstand von sechs Wochen nochmals die gleiche Menge Aluminium verabreicht wurde, die zu diesem zweiten Zeitpunkt jedoch mit siliziumangereichertem Wasser kombiniert wurde. Die Dosis betrug hierbei 100 μmol/L (entspricht rund 18 mg/L). Die erste Gabe führte wie erwartet zu einer starken Erhöhung der Aluminiumkonzentration im Plasma. Das Aluminium wurde also im Magen-Darm-Trakt absorbiert. Welche Auswirkungen konnte die darauffolgende Zufuhr von Silizium bewirken? Das Ergebnis ist eindrucksvoll: Der Anstieg des Aluminiumwertes im Plasma betrug lediglich 15 Prozent der Menge, die zuvor ohne den Zusatz von Silizium gemessen wurde. Nach sechs Stunden sank der Wert nahe Null. Folgende Grafik veranschaulicht das Experiment:


Neben Studien, welche sich mit den toxischen Auswirkungen von Aluminium auf das zentrale Nervensystem beschäftigen, existieren auch solche, die den Versuch wagten, den Effekt auf andere Organe zu durchleuchten. Die hier zitierte Untersuchung ergründete den Effekt von Silizium auf zuvor aluminiumindizierte Schäden bei Ratten. Die Ratten wurden hierbei 90 Tage lang mit gut löslichem Aluminiumchlorid (1,6 mg/kg) gefüttert, anschließend erhielten sie entweder siliziumarmes (6 mg/L) oder siliziumreicheres (19 mg/L) Wasser. Erhöhte Entzündungsmarker in verschiedenen Organen konnten durch die Verabreichung von Silizium rückgängig gemacht werden. Auch wurde das durch Aluminium zuvor unterdrückte Immunsystem wiederaufgebaut.
Im Gesamtergebnis bestätigen die vorhandenen Untersuchungen die in der Naturheilkunde schon lange verbreitete Hypothese, dass Aluminium und Silizium als sogenannte Antagonisten – also Gegenspieler – zu betrachten sind. Während man ständig nur von den Gefahren einer Aluminiumüberdosierung liest, sollte endlich auch die chronische Unterdosierung mit Silizium ins Rampenlicht gerückt werden. Denn begreift man die Mechanismen dieser Substanz, so offenbart sich ein immenses Therapie-Potenzial bei höheren Dosen - wenn bereits im niedrigen mg-Bereich signifikante Effekte zu verzeichnen waren. Die Anzahl an Herz-Kreislauf-Problemen und neurodegenerativen Erkrankungen ließe sich hierbei (konservativ geschätzt) sicherlich um 30 Prozent reduzieren – in Kombination mit weiteren ganzheitlichen Maßnahmen natürlich noch weitaus mehr.
Leider bildet dieses Problem keinen Einzelfall, welcher sich nur auf Silizium bezieht, sondern zieht sich quer durch alle Studien im Bereich der orthomolekularen Medizin – also der therapeutischen Anwendung von Nährstoffen – hindurch. Sei es Vitamin D3, Zink, OPC oder eben Silizium. 90 Prozent aller Studiendesigns sind meist so aufgebaut, dass sich lediglich die Tendenz eines Nutzens prognostizieren lässt. Mit sinnvollen Dosierungen wäre die Forschung in diesem Bereich schon zehn Galaxien weiter. Warum dies immer weniger gefördert wird? Dazu darf sich gerne jeder selbst seine eigenen Gedanken machen und entsprechende Nachforschungen anstellen. Stichwort: Codex Alimentarius. Doch Obacht: Man könnte sich durch die gewonnenen Erkenntnisse zum Verschwörungstheoretiker entwickeln….


Kommentare