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8. Gesundheitsbrief

Nahrungsergänzungsmittel – Gefahr für die Gesundheit ?


"Der Beginn der Weisheit ist die Definition der Begriffe." Sokrates, griechischer Philosoph

Herzlich Willkommen zu Brief 8,5.

Die Wahl, gerade dieses Thema erst relativ spät zu vermitteln ist kein Zufall. Erstens war es zwingend notwendig, zunächst für die Entwicklung eines ganzheitlichen Denkansatzes zu sorgen und den maßgeblichen Einfluss verschiedener Lebensmittel auf unseren Körper zu verstehen, bevor wir noch tiefer ins Detail gehen. Zweitens betrachte ich diesen Brief als abschließendes Geschenk für all jene Leute, die nach den ersten Briefen immer noch regelmäßig am Ball geblieben sind und aufmerksam die Briefe gelesen haben. Wieso Geschenk? Weil sich dir durch das tiefe Verständnis von Nahrungsergänzungsmitteln ein gigantisches Gesundheitspotenzial offenbaren wird, sobald du die Thematik aus ihrer Ganzheit zu begreifen beginnst. Starten wir von vorne. Das Thema Nahrungsergänzungsmittel löste vor etwa einem Jahrzehnt einen regelrechten Boom aus. Pillen und Kapseln sprossen plötzlich in jeder erdenklichen Form und Farbe wie Unkraut aus dem Boden. Jede Apotheke und Drogerie besaß plötzlich eigene Regale für Nahrungsergänzungsmittel und für jede gesundheitsbewusste Person waren diese Mittelchen fortan ein Muss. Insbesondere Sportler begannen damit, Magnesiumtabletten wie Smarties zu snacken und auch der absolute Durchschnittsbürger hatte seitdem stets eine Dose Vitamin-C-Pulver im Küchenschrank, um seinen exorbitanten Salamikonsum zu kompensieren (damals wusste er noch nicht, dass Salami mehr Vitamin C als Äpfel enthält 😉).


Nach einiger Zeit sammelten sich jedoch vermehrt Stimmen, die dem Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln äußerst kritisch gegenüberstanden. Diese reichten von Aussagen, welche lediglich deren Wirksamkeit anzweifelten, da der Körper die Substanzen angeblich gar nicht aufnehmen könne bis hin zu Behauptungen, Präparate dieser Art würden unsere Gesundheit sogar massiv schädigen.


Wie viel Wahrheit steckt nun also in dem Vorwurf „Nahrungsergänzungsmittel schaden der Gesundheit“?

0 Prozent und 100 Prozent zugleich. Sie ist in etwa so aussagekräftig wie „Essen schadet der Gesundheit“, weil ein Forscher herausfand, dass Currywurst mit Mayo tatsächlich nicht allzu nahrhaft ist. Beweist dieses Ergebnis die Schädlichkeit von Spinat und Blumenkohl?


Eher nicht. Die Hauptproblematik besteht also zunächst einmal darin, mehrere Hundert Substanzen völlig undifferenziert in den Topf „Nahrungsergänzungsmittel“ zu werfen, obwohl jede einzelne von ihnen eine vollkommen unterschiedliche biochemische Wirkung in unserem Körper entfaltet. Anschließend diente der Nachweis der Schädlichkeit einiger Nahrungsergänzungsmittel für die Herstellung des generalisierten Slogans „Nahrungsergänzungsmittel sind unnötig und ungesund“. Das heißt, es wird von den Messergebnissen einer Substanz auf die Wirkung anderer Substanzen geschlossen – eigentlich ein wissenschaftliches No-Go. Bevor du nun direkt in die Apotheke rennst, um dir für 100 Euro eine Ladung Vitamintabletten zu kaufen, sei dir gesagt: 95 Prozent aller erhältlichen Nahrungsergänzungsmittel sind tatsächlich schädlich oder zumindest unwirksam. Dasselbe gilt jedoch auch für 95 Prozent aller angebotenen „Nahrungsmittel“ im herkömmlichen Supermarkt. Gehe ich deshalb nie wieder einkaufen? Nein. Stattdessen muss ich verstehen, welche fünf Prozent der angebotenen Produkte meine Gesundheit verbessern, um mich schließlich auf diese fokussieren zu können. Ich laufe an den Regalen mit Keksen, Milch oder Energy-Drinks vorbei und kaufe mir stattdessen Süßkartoffeln, Ingwer und Walnüsse. Und genau dieses Prinzip gilt es nun auf Nahrungsergänzungsmittel zu übertragen. Denn wenn 95 Prozent der angebotenen Mittel deiner Gesundheit schaden, bedeutet dies im Umkehrschluss, dass die Identifizierung und Nutzung der restlichen fünf Prozent dazu im Stande sind, deine Gesundheit massiv zu verbessern. Wir müssen daher verstehen, weshalb einige Studien zu dem Ergebnis der „gefährlichen Vitamine“ kamen. Stell dich darauf ein, dass die nachfolgenden Erklärungen deine komplette Sicht auf die Sinnhaftigkeit von Nahrungsergänzungsmitteln auf den Kopf stellen werden.


Der Höhepunkt der Debatte rund um Nahrungsergänzungsmittel wurde 2012 erreicht, als „Der Spiegel“ mit dem Artikel „Die Vitaminlüge“ große Wellen schlug. Dieser Artikel, der angeblich endgültig und eindeutig die Schädlichkeit von Vitaminpillen beweisen sollte, liefert uns nun die perfekte Steilvorlage, um den Unterschied zwischen „echten“ und „künstlichen“ Vitaminen zu erläutern. Die Empfehlungen des Spiegels stützen sich hierbei auf die sogenannte SELECT-STUDIE – ein riesengroßes Experiment, an welchem 35533 Männer beteiligt waren. Offiziell erklärtes Ziel war es, die angenommene krebshemmende Wirkung von Vitamin E und des Mineralstoffes Selen in einer groß angelegten Untersuchung überprüfen zu können. So erhielten die Personen, welche in den Experimentalgruppen landeten, über insgesamt sieben Jahre Vitamin E und Selen als Nahrungsergänzungsmittel. Das „verblüffende Ergebnis“? Es ließ sich keinerlei positive Wirkung beobachten. Schlimmer noch: Das Risiko für die Entstehung von Prostatakrebs stieg durch die Einnahme der Präparate sogar an. Noch einmal zum Mitschreiben: Eine Studie über ganze sieben Jahre mit über 35‘000 echten Personen und – im Gegensatz zu der erläuterten Salzstudie – echten Messungen, kontrollierenden Ärzten und allem, was dazu gehört. Quasi eine nahezu perfekte Studie. Eindeutiger geht’s wohl kaum? Wie sollte solch ein Ergebnis auch nur irgendwie angezweifelt werden? Völlig unmöglich, oder? Falsch. Denn wer Vitamine und die von ihnen ausgelösten biochemischen Prozesse unseres Körpers versteht, dürfte beim Betrachten des Ergebnisses alles andere als verblüfft gewesen sein. In Wahrheit stand das scheinbar unerwartete Ergebnis dieser Riesenstudie bereits im Vorfeld fest und lässt sich mit einem einzigen Wort beschreiben: Wortmanipulation. Um die Problematik der Studie nachzuvollziehen, ist es unumgänglich, einen kurzen Ausflug in die Welt der Biochemie zu wagen. Ich gebe mir jedoch Mühe, dies so einfach zu erklären, dass die Quintessenz für absolut jeden verständlich ist – ungeachtet seiner schulischen Leistung in der 8. Klasse.

Aufpassen! Vitamin E stellt keine einzelne Substanz, sondern einen Sammelbegriff für mehrere Vertreter mit gewissen Gemeinsamkeiten dar. Vitamin E besteht normalerweise aus insgesamt acht Hauptsubstanzen, vier sogenannten Tocopherolen und vier sogenannten Tocotrienolen, welche in der Natur stets gleichzeitig und in einem spezifischen Verhältnis vorkommen. Bis vor einigen Jahren wurde nur eines dieser acht Vitamin- E-Gesichter (das „alpha-Tocopherol“) als wichtig erachtet, da man dessen Wirkung im Körper zu diesem Zeitpunkt am besten erforscht hatte. Alle sieben unerforschten Bestandteile galten daraufhin als irrelevant – dass sie in der Natur stets mit vorhanden sind, wird wohl wieder einmal als blöder Zufall betrachtet. In den letzten Jahren kristallisierte sich jedoch durch weitere Untersuchungen immer mehr heraus, inwiefern auch andere Tocopherole und Tocotrienole im Körper wichtige Wirkungen aufweisen, insbesondere was deren antientzündliche und krebshemmende Wirkung anbelangt. Nun scheint es dummerweise so, dass durch die stetige Gabe hochdosierten alpha-Tocopherols, die sieben anderen Formen des Vitamin-E-Komplexes aus dem Körper verdrängt werden (darum sollte man meiner Ansicht nach Nahrungsergänzungsmittel mit einem hochdosierten Zusatz von isoliertem alpha-Tocopherol eher meiden). Es dreht sich also – wie schon des öfteren in den Briefen erläutert – nicht einzig allein um die absolute Menge einer Substanz, sondern um deren natürliche Balance mit anderen Vertretern (siehe Calcium – Magnesium Verhältnis Milchbrief) Die Entscheidung, bei der SELECT-Studie lediglich hochdosiertes alpha-Tocopherol über sieben Jahre zu verabreichen, erklärt bereits unter Umständen teilweise das Scheitern des Versuchs. Allerdings handelt es sich hierbei lediglich um die erste Hälfte des Problems. Um ein Vielfaches relevanter ist es, dass jene Substanz, welche der Vitamin-E-Versuchsgruppe verabreicht wurde, nicht einmal dem natürlichen alpha-Tocopherol entsprach.


Die SELECT-Studie verabreichte kein normales Vitamin E, sondern das im Labor hergestellte „all rac-α-tocopheryl acetate“
Die SELECT-Studie verabreichte kein normales Vitamin E, sondern das im Labor hergestellte „all rac-α-tocopheryl acetate“

Analysiert man die Studie genauer, so findet man beim Betrachten der Versuchsbeschreibung den Fachausdruck „all rac-α-tocopheryl acetate“ vor. Was hat es mit diesem Begriff jetzt schon wieder auf sich?








Bevor ich den Begriff erkläre, ist es nötig, die grundlegende Funktion von Vitaminen im Körper zu begreifen. Bildlich gesprochen könnte man Vitamine auch als „Hilfswerkzeuge“ betrachten, die notwendig sind, um die verschiedenen „Grundbausteine“ unseres Körpers (Mineralstoffe und Spurenelemente) ordnungsgemäß zu verarbeiten. Erinnere dich an die Hauptaufgabe des Vitamin K2: Es transportiert Calcium zu benötigten Körperstellen. Vitamin K2 ist also das Auto (Werkzeug/Hilfsmittel), welches du mit Fliesen (Calcium) beladen kannst, um diese anschließend zu deinem neuen Haus (Oberschenkelknochen) zu transportieren, wo sie schließlich für Renovierungsarbeiten deines Balkons benötigt werden (Knochenaufbau). Vitamine (und auch andere Moleküle) bestehen einerseits aus einer bestimmten Anzahl an verschiedenen Atomen. Dies äußert sich in der chemischen Summenformel. Beispielsweise bildet H2O die Summenformel von Wasser und sagt aus: Ein Wassermolekül besteht aus zwei Bausteinen Wasserstoff und einem Baustein Sauerstoff. Darüber hinaus besitzen alle Substanzen stets eine spezifische räumliche Ordnung. Und so können zwei Substanzen aus derselben Anzahl an Atomen aufgebaut sein, sich jedoch in ihrer räumlichen Anordnung unterscheiden – man nennt diese Verbindungen dann „Isomere“. Das perfekte Beispiel zur Veranschaulichung liefern dir deine eigenen Hände. Du besitzt an jeder Hand einen Daumen, einen Zeigefinger, einen Mittelfinger, einen Ringfinger und einen kleinen Finger (wir stellen uns hierbei jeden Finger stellvertretend für ein einzelnes Atom einer Verbindung vor). Dennoch wird es dir niemals möglich sein, beide Hände deckungsgleich übereinander zu legen, weil sie spiegelverkehrt zueinander sind. Deine Hände besitzen eine entgegengesetzte räumliche Struktur. Überträgt man das Prinzip wieder auf den Körper, kannst du dir ein Vitamin, welches in seiner räumlichen Struktur gedreht wurde, so vorstellen, als würde ein Rechtshänder versuchen, mit einer Linkshänderschere zu arbeiten.



Obwohl das Werkzeug also „nur“ spiegelverkehrt und optisch ansonsten identisch ist, wird er mit diesem Werkzeug niemals effektiv seine Aufgaben erledigen können. Analog dazu können räumlich veränderte Vitamine im Körper nicht an verschiedene für sie vorgesehene Enzyme andocken, da sie nicht in die vorgegebene Struktur hineinpassen. Das in der Untersuchung verabreichte „all rac-α-tocopheryl acetate“ ist nun exakt das: Ein in seiner räumlichen Struktur manipuliertes Vitamin E. Aber warum? Weil es nicht anders geht. Dies hängt mit dem Vorhandensein sogenannter „Stereozentren“ zusammen. Immer dann, wenn ein Kohlenstoffatom vier unterschiedliche „Ärmchen“ besitzt, ist es im Labor ein unvermeidlicher Nebeneffekt, sogenannte Spiegelbildisomere herzustellen. Diese Information ist für deine Gesundheit irrelevant. Wichtig ist lediglich, zu wissen, dass das liebe alpha-Tocopherol gleich drei dieser Zentren besitzt, weswegen beim Herstellen dieser Substanz im Labor acht verschiedene Isomere entstehen – also Verbindungen, die aus den gleichen Atomen bestehen, sich aber in ihrer räumlichen Anordnung unterscheiden. Von diesen acht Verbindungen bildet nun genau eine die natürliche Variante des alpha-Tocopherols, während 7/8 seinem „behinderten Genmutanten“ entsprechen. Diese „kleine“ Abweichung findet in vielen wissenschaftlichen Publikationen keinerlei Beachtung, da beide Substanzen ja „fast das Gleiche“ sind – ungeachtet der in der Chemie schon lange bekannten Tatsache, dass Isomere sich in ihren chemischen und physikalischen Eigenschaften massiv unterscheiden können. Wer leichtgläubig annimmt, man könne eine Substanz einfach in ihrer chemischen Struktur verändern, ohne dass dies irgendwelche Veränderungen auf deren Wirkung im Körper ausübe, hat weder die Wirkung von Vitaminen noch die Komplexität und Perfektion unserer Natur auch nur ansatzweise begriffen. (Thema Gentechnik!!!!!)Es ist übrigens möglich, völlig natürliches Vitamin E als Nahrungsergänzungsmittel herzustellen, indem man es aus Vitamin-E-reichen Ölen extrahiert. Warum man dies nicht einfach gemacht hat? Weil sich naturidentische Stoffe leider nicht patentieren lassen, wodurch der finanzielle Anreiz erst einmal zehn Stufen tiefer liegt. Auch Melatonin – ein natürliches Hormon unseres Körpers, welches einige positive Effekte auf unsere Psyche auszuüben vermag – wird neuerdings in chemisch leicht veränderter Struktur als Medikament von vielen Ärzten verschrieben. Der Einfluss einiger Pharmaunternehmen ist in unserem heutigen Gesundheitssystem wirklich kaum wahrnehmbar... Aber war die Gefährlichkeit spiegelverkehrter Substanzen vor der SELECT-Studie völlig unbekannt? Nein! Ein weiteres Beispiel, welches auf dem identischen Irrtum beruht, liefert uns der Contergan-Skandal, welcher bereits einige Jahrzehnte zurückliegt. Hierbei wurde die Substanz „Thalidomid“ im Labor synthetisch hergestellt und unter dem Namen Contergan als Schlafmittel für schwangere Frauen verkauft.

Die zwei Thalidomid-Moleküle. Während die R-Form in Tests als nebenwirkungsarm galt, verursachte das Molekül in Kombination mit seiner Spiegelbildvariante schwere Missbildungen an Kindern.
Die zwei Thalidomid-Moleküle. Während die R-Form in Tests als nebenwirkungsarm galt, verursachte das Molekül in Kombination mit seiner Spiegelbildvariante schwere Missbildungen an Kindern.

Auch Thalidomid existiert jedoch in zwei verschiedenen Formen, nämlich linksdrehend und rechtsdrehend. Die rechtsdrehende Variante konnte in vorherigen Versuchen als sicheres, sanftes Schlafmittel ohne bedeutsame Nebenwirkungen eingestuft werden. Synthetisch lässt sich Thalidomid jedoch nur im Verhältnis 1:1 der beiden Varianten herstellen. Und, oh Wunder, plötzlich wurden die Krankenhäuser mit missgebildeten Kindern überschwemmt. Die „kleine“ Änderung sorgte also für die Zerstörung von zahlreichen Menschenleben und dies alles aufgrund einer als harmlos eingestuften Substanz.


Wer das Ergebnis des Contergan-Skandals daher verstanden hat, hätte das Ergebnis der SELECT-Studie bereits vorhersagen können. Wie es trotz diesem Wissen möglich war, eine Studie über sieben Jahre mit über 35‘000 ahnungslosen Teilnehmern durchzuführen, gleicht meiner Ansicht nach einem viel größeren Skandal als das damalige Contergan-Ereignis. Ein weiteres Beispiel stellen in diesem Kontext übrigens Transfettsäuren dar, welche entstehen, wenn bestimmte Pflanzenöle künstlich gehärtet oder bei hohen Temperaturen frittiert werden. Auch hierbei ändern sich die Substanzen in ihrer räumlichen Struktur und verursachen in unserem Körper – insbesondere dem Gehirn – jede Menge Probleme, da der Organismus sie aufgrund ihrer fast gleichen Struktur fälschlicherweise versucht einzubauen, aber anschließend nicht für ihre vorhergesehenen Aufgaben zu nutzen vermag. Was gerne als lustiger Spruch Verwendung findet, lässt sich biochemisch also absolut logisch erklären: Fastfood macht (langfristig) dumm! (Popcorn, Croissant, Süßigkeiten usw. enthalten auch Transfettsäuren!)


Wer aufgrund von falschen Basisannahmen forscht, wird nie einen Treffer landen, Grüße gehen raus an die deutsche Krebsforschung! Ziehen wir daher ein Zwischenfazit auf Basis der SELECT-Studie. Betrachtet man lediglich das Forschungsdesign, so handelt es sich um eine unfassbar sauber durchgeführte Studie. Über 35‘000 untersuchte Personen, mehrere Vergleichsgruppen, strenge Dokumentierung über einen langen Zeitraum sowie umfassende Kontrolle durch eine Vielzahl an Fachkräften. All dies ist leider rein gar nichts wert, denn das eigentliche Problem fand bereits vor Beginn der eigentlichen Untersuchung statt: Wortmanipulation. Aus dem natürlichen Vitamin-E-Komplex mit seinen acht Bestandteilen wurde eine einzige herausgepickt, die sich darüber hinaus auch nur überwiegend als Genkrüppel herstellen lässt. Das verabreichte Mittel ist von seiner natürlichen Form so weit entfernt wie unser Gesundheitssystem von effektiver Krankheitsbehandlung. Bezeichnet man diese völlig körperfremde Substanz allerdings einfach als Vitamin E, ergibt sich schnell das verblüffende Forschungsergebnis „Vitamin E erhöht das Krebsrisiko“. Als ob dies nicht bereits schlimm genug wäre, kreierte der Spiegel aus diesem undifferenziertem Fehlschluss anschließend die Überschrift „die Vitaminlüge“. Aha, plötzlich sind also andere Vitamine wie Vitamin D3 oder Vitamin B12 ebenfalls schädlich, obwohl deren positiven Effekte auf Immun- und Nervensystem bereits in etlichen Untersuchungen mehr als umfassend bestätigt wurden? Aus der „Vitaminlüge“ wurde irgendwann in anderen Medien die Verallgemeinerung „Vitamin- und Mineralstoffpräparate“ geprägt. Jetzt befinden sich also auch Mineralstoffe wie Eisen oder Magnesium mit im Topf. In letzter Instanz entwickelten sich Aussagen wie „es wurde in einer riesigen Studie eindeutig bewiesen, dass Nahrungsergänzungsmittel der Gesundheit schaden“. Natürliche Nährstoffbomben wie Algenpresslinge, Weizengras oder Brokkoliextrakt sowie Vitamin D3 befinden sich seitdem auf derselben Stufe wie völlig unnatürliche und mit Zusatzstoffen angereicherte Vitaminpillen, die bei ordnungsgemäßem Sprachgebrauch noch nicht einmal als Vitamine bezeichnet werden können! Willkommen in der Welt des wissenschaftlichen Qualitätsjournalismus. Fast alle der Berichte, die Nahrungsergänzungsmittel generell zu diskreditieren versuchten, basieren auf einer Nichtdifferenzierung zwischen natürlichen und „naturähnlichen“ Substanzen. Ebenfalls skeptisch solltest du werden, wenn vor einem Stoff gewarnt wird, welcher zwar naturidentisch ist, jedoch innerhalb eines Tierversuches in einer aberwitzigen Überdosis verabreicht wurde, um einen wahrscheinlich wirksamen Pflanzenstoff abschließend als „eindeutig krebserregend“ einzustufen (man denke an die armen, mit Salz vollgestopften, Ratten (Salz-Brief zurück).

Nach dieser äußerst detaillierten (aber notwendigen) Einleitung folgt nun der praktische Teil. Das heißt, wie ist es dir konkret möglich, die fünf Prozent nützlicher Nahrungsergänzungsmittel von den nutzlosen oder gar gesundheitsschädlichen 95 Prozent differenzieren zu können? Oder anders ausgedrückt: Welche Kriterien muss ein Nahrungsergänzungsmittel erfüllen, um eine positive Wirkung zu entfalten?



Eins

Naturidentische Form! Die enthaltenen Nährstoffe müssen zur optimalen Aufnahme in jener Form vorliegen, wie sie auch im natürlichen Nahrungskreislauf seit Jahrtausenden enthalten sind und die unserem Körper daher umfassend bekannt sind. Die Schädlichkeit von im Labor hergestellten „Vitamin E“ wurde mehr als ausführlich erläutert. Auch das geliebte Vitamin C ist in Pulver- oder Brausetabletten leider nicht naturidentisch. So handelt es sich bei einem Produkt aus der Apotheke oder Drogerie stets um reine Ascorbinsäure. In der Natur bildet Vitamin C jedoch einen Komplex bestehend aus Ascorbinsäure und verschiedenen Pflanzenstoffen und Enzymen, welche die Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit des Vitamin-C-Moleküls erheblich verbessern. Auch Vitamin K1 besitzt die Spiegelbildprobleme des Vitamin E und kann im Labor lediglich im Verhältnis 1:3 zwischen echtem Vitamin K1 und seinen Genmutanten erstellt werden. Synthetisches Vitamin K1 wird übrigens standardmäßig in extrem hoher Dosierung in den meisten Ländern der Welt direkt nach der Geburt eines Kindes als sogenannte „Vitamin-K-Prophylaxe“ verabreicht. Täglich werden also tausendfach neugeborene Kinder mit einer Substanz begrüßt, die in deren Körper einfach absolut nichts zu suchen hat. Abgesehen davon, dass die Thematik der Stereoisomere maximal einem Prozent aller Ärzte bewusst ist (so etwas ist kein Bestandteil eines Medizinstudiums), gestaltet sich auch die Begründung dieser Prophylaxe-Maßnahme als äußerst fragwürdig: Lediglich eines von 30‘000 Neugeborenen besitzt nach seiner Geburt ein hohes Risiko für gefährliche Hirnblutungen. Erstens betrifft dies statistisch gesehen jedoch fast ausnahmslos Kinder, deren Mütter unter dem Einfluss von Neuroleptika standen. Zweitens existiert keinerlei Studie, die in diesem Fall den Nutzen einer synthetischen Vitamin-K1-Prophylaxe rechtfertigen würde. Man hat es einfach angenommen. Klar, da kann man natürlich schon einmal 29999 Kinder prophylaktisch vergiften. Ob die enthaltenen Vitamine natürlichen Ursprungs sind, erkennst du durch Kennzeichnungen auf der Verpackung wie „natürliches Vitamin E/C“, „extrahiert aus Sojaöl/ Acerolakirsche“ oder durch die Tatsache, dass sich lediglich getrocknete Pflanzen oder Pflanzenextrakte in der Zutatenliste befinden. Solche Präparate gibt es jedoch fast nur im Internet, da der herkömmliche Kunde im Supermarkt hiervon sowieso keinen blassen Schimmer hat.

[Beim Verfassen dieser Zeilen, kam mir übrigens mehrmals etwas hoch und ich wurde richtig wütend. Falls du das gleiche verspürst, nutze diese Wut und stecke es in die Motivation für zukünftige Taten! Aufklärung z.B. für werdende Mütter!]

Liest du hingegen auf einer Verpackung unter Inhaltsstoffe lediglich eine Angabe wie „Vitamin E“, so kannst du dir sicher sein, es handle sich mit 99 prozentiger Wahrscheinlichkeit um jene Substanz, die aus biochemischer Sicht überhaupt kein Vitamin darstellt. Genau hier sind wir wieder beim wichtigsten Punkt. Wieso zeigte z.B. Vitamin D3 in so vielen umfassenden Studien eine eindeutig positive Wirkung? Weil es möglich ist, Vitamin D3 extrem günstig in seiner natürlichen Form als Nahrungsergänzungsmittel herzustellen. Das Vitamin D3, welches jede Person zum Spottpreis im Internet in Tropfen- oder Tablettenform erwerben kann, entspricht zu 100 Prozent jener Substanz, welche unser Körper selbstständig bildet, wenn wir ihn dem Sonnenlicht aussetzen. Es verdrängt weder andere Vitamine im Körper, noch wird es als Genmutant hergestellt. Exakt aus diesem Grund besitzt Vitamin D3 im Gegensatz zu „Vitamin E“ in der richtigen Dosierung und mit seinen entsprechenden Cofaktoren (Magnesium und Vitamin K2) auch keinerlei Nebenwirkungen. Der Begriff „Natürlichkeit“ wird in Bezug auf Nahrungsergänzungsmittel leider oft missverstanden. Beispielsweise durchläuft das bekannte und hoch effektive Entgiftungsmittel MSM (organischer Schwefel) mehrere chemische Prozesse im Labor, weswegen gerade Verfechter der Naturheilkunde dieses häufig als „unnatürlich“ und schädlich bewerten, auch wenn relativ saubere und unabhängige Studien zum gegenteiligen Ergebnis gelangten. (Ich bin ja auch Naturheilkundlerin, aber ich befasse mich vielleicht hier und da etwas intensiver mit manchen Dingen.) Das hergestellte MSM entspricht exakt jener Verbindung, in welcher das Element Schwefel in der Natur typischerweise vorkommt.

Ein weiteres Beispiel: Im Laufe der Briefe wurde bereits mehrfach auf die Wichtigkeit von Vitamin K2 eingegangen. Vitamin K2 existiert allerdings nochmals in unterschiedlichen Formen, „MK-4“ und „MK-7“ genannt. Während die MK-7 Variante meist aus fermentierten Sojabohnen extrahiert wird und bei den meisten Herstellern das Label „rein vegan“ trägt, wird Vitamin K2 MK-4 aus Kostengründen oftmals komplett im Labor hergestellt, weswegen 95 Prozent der „gesundheitsbewussten“ Menschen sich für die MK-7-Variante entscheiden. Auch wenn Vitamin K2 MK-7 durchaus positiv zu wirken scheint und der Körper verschiedene Vitamin-K-Formen ineinander umwandeln kann, so wurde der positive Einfluss auf Osteoporose ebenfalls in einer Studie mit äußerst hochdosiertem Vitamin K2 in der MK-4-Variante nachgewiesen. Ein Widerspruch zur Vitamin-E-Studie? Nein! Denn im Gegensatz zu Vitamin E oder Vitamin K1 besitzt Vitamin K2 MK-4 keine der kritischen Stereozentren, weswegen es tatsächlich möglich ist, dieses Vitamin ohne Probleme im Labor in seiner 100 Prozent natürlichen Form zu produzieren. Die entscheidende Frage lautet daher immer, ob der enthaltene Nährstoff naturidentisch ist und nicht, ob er gerade frisch vom Baum gesaugt wurde. Mit Pflanzenextrakten ist man hierbei natürlich immer auf der sichersten Seite! Dies bedeutet allerdings nicht, dass andere Substanzen grundsätzlich schädlich wären. MSM und Vitamin K2 liefern hierfür das perfekte Beispiel. Es gilt also – wie immer – genauer zu differenzieren.

Mineralstoffe können zudem in verschiedenen Verbindungen vorliegen, von denen nur die in der Natur vorkommenden optimal von unserem Körper genutzt werden können. Ein häufig als besonders gefährlich betiteltes Element stellt beispielsweise das Spurenelement Fluor dar. Fluor liegt jedoch in Pflanzen völlig natürlich als Calciumfluorid-Kolloid vor und ist in dieser stabilen Verbindung nicht nur unbedenklich, sondern möglicherweise sogar essentiell (größere Mengen befinden sich z.B. in Grüntee). Hingegen wirst du Fluor in den meisten Zahnpasten lediglich als Natriumfluorid begegnen – eine instabile und naturfremde Verbindung, die im Körper selbstverständlich allerhand Unfug verrichtet, indem sie z.B. unsere Blutgefäße schädigt (vgl. Salzbrief) oder Teile unseres Gehirns wie die Zirbeldrüse „verkalkt“. Auch sind manche Mineralstoffe wie Zink oder Magnesium zwar in mehreren Verbindungen vom Körper aufnehmbar, jedoch unterscheidet sich mitunter enorm deren Verträglichkeit und Bioverfügbarkeit. Während viele Personen beispielsweise von einigen Magnesiumbrausetabletten lediglich Durchfall bekommen, ist reines Magnesiumcitrat ohne Zusätze gut vom Körper aufnehmbar und verursacht in normaler Dosierung nur bei wenigen Menschen Nebenwirkungen.


Zwei

Natürliche Balance! Im Milchbrief wurde bereits im Rahmen des Knochenaufbaus erläutert, dass für diesen komplexen Prozess Calcium alleine nicht ausreichend ist, sondern eine Vielzahl an Mineralstoffen und Vitaminen zusammenwirken. Verschiedene Mineralstoffe können sich in ihrer Wirkung nämlich gegenseitig hemmen oder verstärken. So müssen Calcium und Magnesium etwa im Verhältnis 2:1 vorliegen, um jeweils adäquat funktionieren zu können. Eine hohe Zinkzufuhr kann auf lange Sicht einen Kupfermangel nach sich ziehen. Quecksilberüberschuss lässt sich mit einem Schwefel- und Selenmangel gleichsetzen – zwei Elemente, die maßgeblich an der Entgiftung von Quecksilber beteiligt sind. Die Liste ließe sich lange fortführen. Es ist daher enorm wichtig, nur jene Substanzen isoliert einzunehmen, welche in normalen Dosen keinerlei negativen Wechselwirkungen im Körper verursachen. Hierzu zählen Vitamine wie Vitamin D3, Vitamin B12 und Vitamin K2. Auch die moderate Supplementierung von Mineralstoffen, welche in unseren Böden nur noch stark ausgelaugt anzutreffen sind (z.B. Magnesium oder organischer Schwefel), wirken meiner Erfahrung nach stark positiv auf die Gesundheit. Darüber hinaus kann es bei einem nachgewiesenen Defizit eines bestimmten Mineralstoffes unter Umständen angebracht sein, diesen isolierten Nährstoff zeitlich begrenzt als Monopräparat heranzuziehen. Besteht die Möglichkeit, sind ganzheitliche Lebensmittel und Superfoods jedoch stets zu bevorzugen.

Wechselwirkungen der Mineralstoffe
Wechselwirkungen der Mineralstoffe


Drei

Verzicht auf unnötige Zusatzstoffe! Sämtliche Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel, künstliche Aromen, Magnesiumstearat, Fructose oder isolierte Zitronensäure haben in einem ganzheitlichen Nahrungsergänzungsmittel absolut nichts zu suchen. Sie dienen lediglich längerer Haltbarkeit oder besserem Geschmack, aber keineswegs deiner Gesundheit. Kleine Mengen an Füllstoffen wie Reismehl oder Dextrose fallen bei der geringfügigen Menge während der Einnahme eher nicht ins Gewicht. Besitzt man allerdings die Auswahl, sind Produkte mit möglichst wenigen zusätzlichen Bestandteilen stets zu bevorzugen. Eine Ausnahme bildet Siliciumdioxid, welches sich sogar positiv auf die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems auswirkt. Da das Spurenelement Silicium in Deutschland jedoch trotz eindeutiger Studienlage derzeit als „nicht essentiell“ eingestuft ist, muss diese Substanz aus rechtlicher Sicht als Trennmittel o.Ä. ausgewiesen werden, damit das entsprechende Präparat eine Zulassung erhält.

Es sollte sich mittlerweile herauskristallisiert haben, dass Nahrungsergänzungsmittel keinesfalls in jeglicher Form schädlich sind, sondern unter ihnen auch echte Schätze schlummern – vorausgesetzt, man weiß diese zu identifizieren. Dennoch hört man in Talksendungen von „hochrangigen Ernährungsexperten“ meist die Behauptung, Nahrungsergänzungsmittel seien maximal für Schwerkranke oder Hochleistungssportler sinnvoll, keineswegs jedoch für den Durchschnittsbürger. Dank einer ausgewogenen Ernährung erhalte man alle für die Gesundheit relevanten Nährstoffe (vor allem durch das Superfood Salami!). Die Wortschöpfung „ausgewogene Ernährung“ dient leider meist lediglich dazu, den Verzehr von ungesunden Nahrungsmitteln zu rechtfertigen, solange sich alles insgesamt „im Rahmen bewege“.



Folgende Gründe rechtfertigen aus ganzheitlicher Sicht die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln:


1. Nicht alle Nährstoffe, die unser Körper zum ordnungsgemäßen Funktionieren benötigt, sind einzig von der Ernährung abhängig. Die Rede ist hierbei insbesondere von Vitamin D3 und Vitamin B12. Vitamin D ist von seiner biochemischen Wirkung eher als Hormon einzustufen und wird überwiegend durch die Sonne gebildet. Häufig vergessen wird innerhalb dieser Debatte, dass nördlich des 40. Breitengrades von Oktober bis März keinerlei Vitamin D auf unserem Körper gebildet werden kann, weswegen die Einnahme eines Vitamin-D-Präparates oder der Urlaub nahe am Äquator die einzige Möglichkeit darstellt, im Winter keinen massiven Vitamin-D-Mangel zu erleiden. Dr. Raimund von Helden beschreibt in seinem Vitamin-D-Standardwerk „Gesund in 7 Tagen – Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie“ umfassend die alarmierende Vitamin-D-Situation in Deutschland. Denn abgesehen davon, dass wir im Winter keinerlei Vitamin D bilden können und im Sommer die Aufnahme zusätzlich durch den häufigen Einsatz von Sonnencreme (blockiert die Vitamin-D-Produktion nahezu vollständig!) und dem Vermeiden der „gefährlichen Sonne“ verhindert wird, legen zahlreiche Untersuchungen der letzten Jahre nahe, dass der tatsächliche Vitamin-D-Bedarf bisher massiv unterschätzt wurde. Ohne die ganzjährige Einnahme einer Dosis von mindestens 8‘000 – 10‘000 IE (IE=internationale Einheiten), ist es in Deutschland nahezu unmöglich, jenen Spiegel zu erreichen, welcher für die optimale Wirkung von Vitamin D notwendig ist (60-100ng/ml). Hierzu zählen sowohl das Funktionieren des Calciumstoffwechsels, weswegen bei einem Mangel an Vitamin D der Verzehr besonders calciumreicher Lebensmittel am völlig falschen Ende ansetzt, sowie das ordnungsgemäße Funktionieren unseres Nerven- und Immunsystems. Ohne ausreichend Vitamin D befindet sich dein Immunsystem vereinfacht ausgedrückt im „Standby-Modus“. Weiterhin ist es ohne ausreichend Vitamin D für dein Nervensystem unmöglich, ausreichend Glückshormone zu synthetisieren! Und genau darum fühlen sich Menschen im Sommer oder am Strand auf Hawaii pudelwohl, werden aber im Winter krank und depressiv, selbst wenn das Wetter mild ist und die Sonne scheint.


Die sogenannten Winterdepressionen und Erkältungen sind primär das logische Ergebnis des massiven Vitamin-D-Mangels in dieser Jahreszeit! Vitamin D ist der Schalter für deine Lebenskraft! Sommersonne verursacht keinen Krebs, sie bietet die wichtigste Präventionsmaßnahme gegen Krebs überhaupt (wohingegen die meisten Sonnenschutzmittel hochgradig krebserregende Substanzen beinhalten, dazu bald mehr)! Obwohl Vitamin-D-Präparate in zahlreichen Studien in hoher Dosierung stets nur Vorteile hervorbrachten, wird immer noch vor der Einnahme „gefährlich hochdosierter Präparate“ gewarnt. Verschwiegen bleibt jedoch in der Regel der Aspekt, dass unser Körper im Sommer bei einem Aufenthalt in der Mittagszeit selbst die vielfache Menge produziert und die alten Empfehlungen lediglich auf einem statistischen Rechenfehler des „Institute of Medicine“ beruhen, weswegen logischerweise in Studien auch bei der Einnahme von „hochdosierten“ 10‘000 IE keinerlei toxischen Effekte beobachtet werden konnten – nicht einmal bei 40‘000 IE. Fakten dieser Art wurden zwar bereits längst erkannt und z.B. vom Institute of Medicine in einem veröffentlichten Paper selbst aktualisiert, wirklich zu interessieren, scheint dies jedoch kaum jemanden. So findet man auf richtig dosierten Vitamin-D-Präparaten immer noch Angaben à la „entspricht 800% des Tagesbedarfs“, wodurch eine uninformierte Person aus Angst vor Überdosierung selten mehr als 2‘000 IE Vitamin D konsumiert und infolgedessen niemals in den gesundheitlichen Genuss eines ordentlichen Vitamin-D-Spiegels gelangen wird. 90 Prozent aller Ärzte in Deutschland haben von der wirklichen Vitamin-D-Problematik keinen blassen Schimmer! Meiner Ansicht nach muss jede „psychisch kranke Person“ auf Vitamin-D getestet werden, bevor sie auch nur ein einziges Antidepressivum erhält. Alles andere ist hochkriminell. Hier ist das Problem jedoch, dass es zwar einige Ärzte gibt, die selbstständig den Vitamin-D-Status testen lassen, jedoch immer noch die uralten Informationen bezüglich des wahren Vitamin-D-Bedarfes besitzen – und traurigerweise kein Bedürfnis danach verspüren, ihren Horizont zu erweitern. Den meisten Patienten werden daher i.d.R. Tabletten mit 20‘000 IE verschrieben, welche in der ersten Woche täglich und anschließend in der Dosierung einmal pro Woche oder gar nur alle zwei bis vier Wochen konsumiert werden sollen. Diese Menge reicht gerade aus, um einmal kurz aus dem Mangelzustand herauszukommen und danach wieder langsam hinein zu gleiten. Ob du dir 20‘000 IE Vitamin-D einmal in 14 Tagen einwirfst oder das Klo herunterspülst, besitzt in etwa den gleichen Effekt. Es ist und bleibt ein Tropfen auf den heißen Stein. Um aus einem massiven Mangelzustand in das gesundheitliche optimale Niveau zu gelangen, ist eine Gabe von etwa 500‘000 – 1‘000‘000 IE (aufgeteilt über wenige Wochen) nötig sowie je nach Körpergewicht 5‘000-20‘000 IE täglich. Wäre jeder einzelne Mensch in Deutschland wirklich umfassend mit Vitamin-D versorgt, wäre dies wohl das mit Abstand größte Verlustgeschäft der Schulmedizin überhaupt, da es eine gigantische Menge an Krankheiten präventiv verhindern sowie eine ganze Reihe gängiger Medikamente völlig ersetzen würde. Innerhalb der Hochdosis-Therapie ist es beispielsweise anzuraten, gleichzeitig Magnesium und Vitamin K2 zu supplementieren, weil diese drei Substanzen gemeinsam eine synergetische Wirkung entfalten und potenzielle Nebenwirkungen während der Auffüllungsphase stark herabsetzen.


2. Ein weiteres Beispiel liefert uns das Vitamin B12. Ein Mangel dieses wichtigen Nährstoffes kann auf zwei unterschiedlichen Wegen entstehen. Weg eins ist eine vegane oder überwiegend vegane Ernährungsweise, vor allem ohne Algen. Vitamin B12 wird von speziellen Mikroorganismen gebildet und kommt daher in der Natur auf jeder einzelnen Pflanze vor – wäre dies nicht der Fall, würde jeder Pflanzenfresser in freier Wildbahn aufgrund von akutem B12-Mangel aussterben. Da wir durch die Industrialisierung aber unser Gemüse mit Pestiziden besprühen, es vor dem Verzehr mehrfach waschen und es weiteren Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, bleibt auf dem Teller wenig davon übrig. Eventueller B12-Mangel durch vegane Ernährung liegt daher nicht an der veganen Ernährung selbst, sondern ist vielmehr in unserer „modernen Gesellschaft“ begründet. Weiterhin hängt die Fähigkeit, Vitamin B12 überhaupt absorbieren zu können, stark mit der eigenen Darmgesundheit zusammen, weswegen auch Personen mit erheblichem Fleischkonsum einen deutlichen Mangel an Vitamin-B12 entwickeln können. Hier schaffen B12-Lutschtabletten Abhilfe, bei welchen das Vitamin bereits über die Mundschleimhaut in die Blutbahn gelangt. Vitamin B12 spielt eine entscheidende Rolle im Nervensystem und verbessert bei den meisten Menschen insbesondere die Konzentrationsfähigkeit und das allgemeine Energieniveau. Da es stark wasserlöslich ist, sind Überdosierungen nahezu ausgeschlossen. Leider bleiben viele Menschen häufig sogar trotz Supplementierung im Zustand einer suboptimalen B12-Versorgung, weil sie sich von Angaben wie „entspricht 200‘000 Prozent des empfohlenen Tagesbedarfs“ blenden lassen. Abgesehen davon, dass der empfohlene Tagesbedarf an B12 ebenso lachhaft wie jener von Vitamin D3 ist, ist der Körper lediglich dazu im Stande, einen Bruchteil des aufgenommenen B12‘s zu resorbieren. Ich selbst supplementiere seit Monaten 5‘000 Mikrogramm fast täglich ohne Probleme, d.h. ohne jegliches Anzeichen einer B12-Überdosierung. Wahrscheinlich befindet sich mein Spiegel mittlerweile weit „über den Normwerten“. Doch wer definiert diese? Zwar treffe ich immer wieder Leute aus meiner Branche, die sich damit brüsten, dass ihr Körper bei einer gesunden Rohkosternährung keinerlei Supplemente benötigt. Seltsamerweise konnte mir jedoch noch keine einzige dieser Personen nach mehreren Jahren einen Bluttest mit gutem B12-Spiegel zeigen. Maximal befanden sich die Werte „gerade noch im Normbereich“ – die schönere Beschreibung für „massiver Mangelzustand“. Normwerte sagen nämlich meist erstaunlich wenig über die optimale Gesundheit aus. Sie liefern lediglich ein momentanes Spiegelbild der Bevölkerung. Und diese ist eben chronisch unterversorgt an dutzenden von Vitalstoffen. Welchen Zweck würde es erfüllen, sich an diesen Selbstmordempfehlungen zu orientieren? Das Problem mit Vitamin B12 besteht v.a. darin, dass unsere Leber relativ große Mengen dieses Vitamins zu speichern vermag, was dazu führt, dass sich viele Menschen bei z.B. reiner Rohkosternährung auch ohne Supplementierung grandios fühlen, ehe sie nach fünf Jahren spüren, wie ihr Energieniveau allmählich zu sinken beginnt.

 

3. „An apple a day keeps the doctor away“ – Ein Apfel am Tag erspart dir den Arzt. Schön wäre es! Diese nette Stammtischparole besäße lediglich etwas Relevanz, wenn wir uns gerade im Jahre 1850 befinden würden. Die konventionelle Landwirtschaft und gesetzliche Vorlagen haben in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass unsere Böden stetig ärmer an lebensnotwendigen Mineralstoffen und Spurenelementen wurden und deren Anteil um teilweise 30-80 Prozent gesunken ist. Ein weises Volk prophezeite bereits vor knapp einem Jahrhundert: Mit dem Verschwinden der Humusschicht wird die Menschheit aussterben. Und dieser Satz hat einen wahren Kern. Um die gleiche Menge an Nährstoffen wie deine Großeltern aufzunehmen, müsstest du daher bereits heute mindestens die doppelte Menge an Obst und Gemüse verzehren. Insbesondere das Spurenelement Selen, welches einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesunderhaltung deines Immunsystems ausübt, befindet sich nur noch spärlich in deutschen Ackerböden und könnte mitverantwortlich sein für tausende Krebserkrankungen pro Jahr. Auch das Spurenelement Jod, welches leider oft zu Unrecht missverstanden wird, weil es meist in einen Topf mit „fluoriertem Salz“ landet, wird durch eine herkömmliche Standardernährung kaum noch aufgenommen. Jod bildet jedoch einen maßgeblichen Faktor unseres gesamten Hormonhaushaltes, aktiviert tausende Enzyme in unserem Körper, stärkt das Immunsystem und fördert die Entgiftung von Fluoriden und Bromiden aus den Zellen. Letztere Reaktion wird daraufhin leider meist fälschlicherweise als „Jod-Allergie“ eingestuft, obwohl gerade diese vorübergehend heftigen Reaktionen ein eindeutiges Indiz für einen massiven Jodmangel sowie einer Fluorid- und Bromidbelastung im Körper darstellen. Abhilfe für dieses Problem schaffen zum einen Paranüsse, welche eine der selenhaltigsten verfügbaren Nahrungsquellen darstellen (Selen interagiert mit Jod) sowie verschiedene Algenarten wie z.B. Kelp für bioverfügbares Jod. Das Buch „Jod. Schlüssel zur Gesundheit“ sei dir ausdrücklich von mir ans Herz gelegt, um die Angst vor dem „giftigen Jod“, endgültig zu verlieren. Hochinteressant sind zudem Studien, die sich mit Spurenelementen beschäftigen, die in der gängigen Medizin keinerlei Beachtung finden, da sie von offizieller Seite als „nicht essentiell“ eingestuft wurden. Während es für die meisten Leute absolut plausibel erscheint, dass unser Körper Metalle wie Eisen oder Zink zur Erhaltung seiner Gesundheit benötigt, reagieren jene äußerst verdutzt auf Aussagen wie „ich konsumiere kolloidales Silber“. Tatsächlich befinden sich naturgemäß in unserem Körper sowie dem Nahrungskreislauf der gesamten Natur über 80 verschiedene Elemente – darunter z.B. Vanadium, Rubidium, Lithium, Gold, Germanium, Silber, Platin, Wolfram, Nickel oder Iridium. Zu fast jedem dieser „unwichtigen Elemente“ finden sich bei intensiver Recherche Studien, die auf deren Wichtigkeit im Organismus hinweisen. So existieren z.B. Untersuchungen über kolloidales Gold, die eine positive Wirkung bei rheumatoider Arthritis vermuten (laut alter alchemistischer Literatur heilte auch Paracelsus bereits in früheren Zeiten Arthrose durch die Gabe von Gold). Ältere Menschen, die bereits kaum noch ihre Finger bewegen können, verspüren an ihrem Ringfinger meist eine deutlich erhöhte Beweglichkeit, was auch gerne als „Ringfingeranomalie“ bezeichnet wird, da die Schulmedizin aufgrund ihrer begrenzten Sichtweise keine Erklärung besitzt. Ein weiteres Beispiel liefert eine Pilotstudie, bei der die vierwöchige Gabe von hochdosiertem kolloidalem Gold den Intelligenzquotienten um unfassbare 20 Punkte verbessern konnte. Zum Spurenelement Lithium existiert ebenfalls eine hervorragende Untersuchung, welche die absolut eindeutige Korrelation zwischen dem Lithiumgehalt im Trinkwasser und der Suizidrate der Menschen herstellen konnte. Wer sich mit psychischen Erkrankungen auskennt, weiß, dass Lithium eines der einzigen Medikamente ist, welches die Suizidrate von Risikopatienten wirklich nachweißlich und effektiv zu senken vermag. Die eindeutige Korrelation der Untersuchung lässt sich demnach auch kausal untermauern. Statt Lithium jedoch erst im absoluten Ernstfall in gigantisch hoher Dosierung verabreicht zu bekommen, was wiederum mit Nebenwirkungen verbunden ist, wäre die präventive Gabe von geringen Lithiumdosen in ihrer natürlichen Verbindung als deutlich sinnhafter zu betrachten. Genau diese seltenen Spurenelemente, welche nur im Mikrogrammbereich benötigt werden, allerdings bei völligem Fehlen unsere Gesundheit negativ beeinflussen, werden durch den Einsatz der Kunstdüngung seit Jahrzehnten sukzessiv aus unserem Nahrungskreislauf entfernt (selbst in Bio-Lebensmitteln sind diese nur noch marginal vorhanden). Dieser Umstand erklärt v.a. den so positiven Einfluss von Wildpflanzen und Waldpilzen, Wildkräutern- oder Meeresalgensupplements, verschiedenen Heilwässern, im eigenen Garten angebautes Gemüse, Eier von grasenden Hühnern sowie Natursalzsole auf unsere Gesundheit. Denn all diesen Lebensmitteln ist gemein, dass sie uns mit exakt jenen Spurenelementen versorgen, die uns am stärksten beraubt wurden. Sinnvolle Nahrungsergänzungsmittel geben uns unterstützend also nur das zurück, was bei sinnvoller Pflanzenzucht und Tierhaltung unser Körper bereits angereichert hätte.


4. Die ersten drei Punkte lassen also bereits berechtigte Zweifel an der These aufkommen, den täglichen Bedarf aller wichtigen Nährstoffe mit ein paar Portionen Obst und Gemüse abdecken zu können. Ich kann an dieser Stelle jedem empfehlen, seine Ernährung mit Hilfe eines Nährstoffrechners wie www.cronometer.com zu überprüfen. Du wirst erstaunt sein, inwiefern selbst bei einer vermeintlich gesunden Ernährung einige Bereiche häufig nicht optimal abgedeckt werden! Doch selbst, wenn es dir gelingt, jeden Tag die empfohlenen Mindestwerte zu erreichen, stellt sich die entscheidende Anschlussfrage: Reichen denn diese Mindestwerte aus? Und wenn ja, wofür? Vergessen werden sollte nicht, dass gesetzliche Richtwerte nicht von der Natur vorgegeben, sondern von Instituten empfohlen werden und meist lediglich der „Vermeidung von Krankheiten“ dienen. Die fundamentale Frage: Ab wann gilt eine Person als krank? Viele Menschen und auch Ärzte assoziieren mit dem Begriff Krankheit leider nur noch fortgeschrittene Symptome wie massive Durchblutungsstörungen, stark erhöhten Blutdruck, Herzinfarkt, Krebs, Leberzirrhose oder gefährliche Infektionskrankheiten. Leichte Verdauungs- und Schlafstörungen, gelegentliche Kopfschmerzen, mangelnde Antriebskraft oder häufige Erkältungen werden von einem Großteil der Bevölkerung schon gar nicht mehr als Krankheit wahrgenommen. „Ach, jeder ist doch mal krank“. Schwachsinn! Wer über ein perfektes Immunsystem verfügt, wird eben NICHT jeden Winter zweimal krank! Wer eine funktionierende Verdauung besitzt, sitzt NICHT immer mal wieder zwanzig Minuten aufgrund von Verstopfung auf dem Klo! Wer mit den wichtigsten Nährstoffen für unser Nerven- und Hormonsystem versorgt ist und sich aktiv darum bemüht, die wirklichen Probleme seines Lebens zu regeln, hat eben NICHT hin und wieder mal eine längere depressive Phase. Gerade diese „leichten“ Symptome liefern dir das erste eindeutige Warnsignal deines Körpers, welches dich auf ein Ungleichgewicht oder diverse Nährstoffmängel im Organismus aufmerksam machen sollte. Wird an diesem Punkt nichts unternommen, driften wir kurze Zeit später in härtere Krankheiten ab und aus leichten Verdauungsproblemen werden chronisch entzündliche Darmerkrankungen, aus schlechter Laune eine bipolare Störung und aus einem schwachen Immunsystem eine Krebserkrankung. Problematisch ist hierbei leider, dass unser Körper leichte Defizite durch diverse Taktiken kompensieren kann und ein Mangelzustand häufig erst in fortgeschrittenem Stadium eindeutig erkennbar wird. Wieso sollten Nahrungsergänzungsmittel aber erst dann sinnvoll sein, wenn du bereits krank bist? Wäre es nicht weitaus logischer, schon in der Gegenwart prophylaktisch zu handeln, um erst gar nicht eine schwere Erkrankung zu entwickeln? Hierzu müsste man natürlich im ersten Schritt endlich verstehen, dass Vitamin- und Mineralstoffmängel den mit Abstand größten Einfluss für die Entstehungswahrscheinlichkeit sämtlicher Krankheiten bilden. Wer noch immer davon überzeugt ist, Krankheiten würden einfach aus dem Nichts vom Himmel fallen, weil das böse Schicksal so hart zu einem ist, wird leider auch erst maximal dann handeln, wenn er bereits unter schweren Erkrankungen leidet.

 

Statt sich die Frage zu stellen, wieso man Nahrungsergänzungsmittel konsumieren sollte, können wir den Themenkomplex auch einmal aus umgedrehter Perspektive betrachten: Durch die Industrialisierung nehmen wir weniger Nährstoffe zu uns, als dies noch vor 100 Jahren der Fall war. Einige dieser Nährstoffe sind jedoch für die lange Erhaltung unserer Gesundheit von immenser Bedeutung. Gerade bei Sportlern, Schwangeren sowie alten und kranken Leuten ist der Bedarf zudem zusätzlich erhöht. In Form der richtigen Nahrungsergänzungsmittel können wir unserem Körper nun jene Nährstoffe, die wir nicht oder nur in ungenügender Menge erhalten, auf einfache Weise zurückführen. Die monatlichen Kosten befinden sich in einem absolut vertretbaren Rahmen – vor allem, wenn man beachtet, welche Unsummen Menschen ausgeben, um ihrer Gesundheit zu schaden. Sofern man bei der Wahl der Präparate einige Kriterien beachtet, sind Überdosierungen und Nebenwirkungen nahezu ausgeschlossen. Welchen plausiblen Grund gäbe es daher, nicht auf die passenden Ergänzungsmittel zurückzugreifen? Es existiert eben nicht nur krank oder gesund, sondern auch gesund und sehr gesund. Alleine die grobe Umstellung meiner Ernährung sowie ein erhöhtes Maß an Bewegung sorgten vor einigen Jahren für ein starkes Absinken all meiner gesundheitlichen Probleme. Der damalige Zustand ist vom Körpergefühl jedoch nicht mit jenem vergleichbar, den ich durch das Hinzufügen spezifischer Supplemente mittlerweile erreichen konnte. Gesundheit kennt kein Limit! Sie ist unendlich steigerbar.

Welche Nahrungsergänzungsmittel sind nun anzuraten? Eine allgemeine Empfehlung kann hier leider nicht erfolgen, da dies natürlich von der individuellen bisherigen Ernährung sowie Krankengeschichte abhängig ist. Aus meiner Erfahrung liefert die Supplementierung von mindestens 7‘000 – 10‘000 IE Vitamin D3, 200 Mikrogramm Vitamin K2, einem natürlich extrahiertem und sinnvoll dosiertem Vitamin-B-Komplex, mindestens 1 mg bioverfügbares Jod (z.B. in Form von Kelpalgen) sowie eine generelle Superfood-Ergänzung mit Chlorella oder Grassaftpulver bereits eine Basisversorgung, indem sie einige der häufig auftretenden Mangelzustände entgegenwirkt und somit die Arbeit unseres Immun- und Nervensystems hilfreich unterstützt. Wird das Ganze durch eine möglichst unverarbeitete Ernährung sowie Bewegung und aktivem Stressmanagement durch Entspannung komplementiert, sinkt das Krankheitsrisiko massiv und die Lebensqualität nimmt erheblich zu. Ist man bereits etwas fortgeschrittener, kann das Portfolio durch ganzheitliche Pflanzenextrakte oder getrocknete Heilpflanzen wie Traubenkernextrakt, Vitalpilzen wie Reishi, Chlorella- oder Spirulinaalgen oder einem gemischten „Greenfood-Pulvermix“ ergänzt werden. Auch MSM verleiht vielen Menschen eine enorme Steigerung ihres Energieniveaus. Eine gut ausgewählte Kombination aus sinnvollen Nahrungsergänzungsmittel kostet durchschnittlich rund 20-100 Euro pro Monat (je nach Menge und Anzahl der Präparate). Im Gegenzug erhält man eine massive Verbesserung des Immunsystems und kann sein Risiko für sämtliche Erkrankungen drastisch reduzieren. Ja, der Spaß kostet leider mehr als die 3-Euro-Produkte von KIDL oder MALDI. Weil sie wirken und sich nicht nur Müll darin befindet! Analysiere an dieser Stelle einfach ehrlich, wie viel Geld du monatlich derzeit für vollkommen unnötige Produkte ausgibst. Seien es Zigaretten und Alkohol, überteuerte Klamotten oder häufiges Auswärtsessen. Bedenke zudem, wie viel Geld du für die Zurückgewinnung deiner Gesundheit gezwungenermaßen ausgeben wirst, sobald du erst einmal „unheilbar“ krank geworden bist. Für die Grundversorgung mit Vitamin D, Vitamin B12 und Kelpalgen, welche zumindest meist die schwerwiegendsten Mangelzustände der meisten Menschen ausgleichen, zahlt man sogar maximal so viel wie für seine monatliche Ladung Pillen aus der Apotheke – nämlich unter zehn Euro! Die entscheidendste Frage lautet: Was bist du dir wert?

Führt man sich zudem einmal wirklich vor Augen, dass Medikamente im Endeffekt nichts anderes darstellen, als den erbärmlichen Versuch, die Komplexität der Natur kopieren zu wollen, wird einem die Paradoxität unseres Gesundheitsverständnisses schlagartig bewusst. Menschen belächeln die Wirkung von Heilkräutern, während sie sich zeitgleich ihre morgendliche Ladung Pillen einwerfen. Völlig unwissend darüber, dass diese Medikamente stets nur eine schlechte Kopie der zuvor erforschten Pflanzenwirkstoffe darstellen, welche aufgrund ihrer veränderten Struktur leider häufig zahlreiche Nebenwirkungen aufweisen. Antibiotika, Blutverdünner, Antidepressiva oder Entzündungshemmer. Für all diese Stoffe existieren zahlreiche natürliche und nebenwirkungsarme Alternativen, ohne deren vorherige Entdeckung die Entwicklung der entsprechenden Medikamente teilweise erst gar nicht möglich gewesen wäre.

Antibiotika? Kolloidales Silber, Grapefruitkernextrakt, Oreganoöl! Gesunde Blutgefäße? OPC, Vitamin K2, Acerolaextrakt!Hilfe bei Nervosität? Magnesium, Vitamin B12, Vitamin-B-Komplex   Antidepressiva? Hochdosiertes Vitamin D3, Vitalpilze, Lithiumoratat! Sonnenschutz? Astaxanthin, natürliches Vitamin E, Vitamin D! Entzündungshemmer? Zistrosentee, Grünteeextrakt! Optimierung deiner Leberwerte? Mariendistelextrakt!             ... Die Diffamierung der Naturheilkunde als „Alternativmedizin“ entpuppt sich als absolut widersinnig, wenn man ihre Wirkmechanismen mit jenen der Schulmedizin vergleicht. Aber wieso nutzt man nicht einfach direkt die Kraft der Pflanzen? G. E. L. D! Natürliche Pflanzenextrakte und naturidentische Vitamine lassen sich nach derzeitigen Gesetzen nicht patentieren, weswegen für die Herstellung von „Pflanzenkopien“ leider ein viel größerer finanzieller Anreiz besteht. Ein Arzt, welcher jedem Patienten statt Medikamenten Präparate wie Vitamin D, Algen, Weizengras, Heilerde, OPC und Ingwertee verschreibt, wird seine Praxis innerhalb des nächsten Jahres schließen müssen. Ohne die Verschreibung herkömmlicher Medikamente ist es bei kostenloser Beratung für die Patienten nicht möglich, finanziell zu überleben.

Schuldig ist hier also nicht immer nur der Arzt, sondern v.a. das System, in welchem er gefangen ist. Jedes einzelne Individuum ist aber Teil von diesem und hat somit im Minimum zumindest die Verantwortung für seine eigenen Entscheidungen zu tragen.

Fassen wir – ein letztes Mal – zusammen: Die Behauptung, Nahrungsergänzungsmittel seien grundsätzlich unwirksam oder schädlich, beruht wie so oft auf mangelnder Differenzierung des Themengebietes und der Studienlage sowie im Bereich Vitamine auf eindeutiger Wortmanipulation. Während ein Großteil der angebotenen Nahrungsergänzungsmittel aufgrund ihrer unnatürlichen Struktur oder Zusatzstoffe tatsächlich als gesundheitsschädlich einzustufen sind, schlummert in anderen Präparaten ein ungeheures Gesundheitspotenzial. Aber nur, wenn du mit einer überwiegend naturbelassenen Ernährung bereits die Basis für deine Gesundheit geschaffen hast, wirst du jedoch durch das gezielte Hinzufügen geeigneter Präparate deine Gesundheit exponentiell steigern und ein bis dato unbekanntes Potenzial an Lebensqualität ausschöpfen können. Wer hingegen täglich größere Mengen an industriell verarbeiteten Lebensmitteln und Alkohol konsumiert, sollte nicht die völlige Heilung diverser Krankheiten durch Ergänzungsmittel erwarten.

Abschließend sei noch angemerkt, dass das verbreitete Wort Nahrungsergänzungsmittel bereits eine Wortmanipulation darstellt, da das Wort Ergänzung bereits eine Nebensächlichkeit suggeriert. Hochwertige Superfoods und Pflanzenextrakte bezeichne ich daher lieber als Vitalstoffe.

Es fiel mir unglaublich schwer in diesem Brief wichtige Zeilen schwarz zu markieren, da vieles so relevant ist. Ich kann jedem nur anraten, selbst nochmal den Stift anzulegen.

 

Abschließend zum Thema Tierversuche einen kleinen Rundum-Einblick:

Hat man oben beschriebene Situation (Medikamente) verstanden, kann man auch nachvollziehen warum diese Statistiken so ekelhaft sind: Tiere werden für Medikamente (und auch Impfstoffe (bald dazu mehr)) geknechtet und gefoltert.

Die aktuellen, vom Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgelegten Tierversuchszahlen zeigen, dass 2.807.297 Tiere im Jahr 2017 in deutschen Tierversuchslaboren litten und (größtenteils) starben. Gegenüber dem Vorjahr sind die Zahlen zwar um 47.289 Tiere gesunken, trotzdem bezeichnet die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche die Situation weiter als alarmierend, denn leichte Schwankungen sind kein Hinweis auf einen Rückgang der Tierversuche.

Erstmals sind dieses Jahr in der genau nach Tierarten und Bereichen aufgeschlüsselten Statistik nur Tiere erfasst, die direkt in Versuchen eingesetzt wurden, nämlich 2.068.813 Tiere. Die Anzahl der Tiere, die für wissenschaftliche Zwecke wie beispielsweise Organentnahmen getötet wurden, wird dagegen nicht in den einzelnen Tabellen aufgeschlüsselt, sondern nur als Gesamtzahl genannt (738.484). Dadurch wird ein Vergleich der Zahlen mit den Vorjahren erschwert und eine Reduktion der Tierversuche vorgetäuscht. Die Unterscheidung zwischen „in Tierversuchen verwendeten“ und „zu wissenschaftlichen Zwecken getöteten“ Tieren darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die „verwendeten“ Tiere im Verlauf des Versuchs sterben oder ebenfalls getötet werden. 37.003 Tiere wurden aus den Vorjahren erneut verwendet. Aber auch für sie steht am Ende der Tod. Dieses trifft vor allem auf größere Tiere wie Hunde, Katzen und Affen zu, während Nagetiere fast alle gleich während des ersten Versuchs sterben oder getötet werden.

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